Rassestandard Continental Bulldog

Continental Bulldog – der Rassestandard

den neuen Standard gültig ab November 2014 finden sie hier auf der HP des CBCS

Körung 2014

Körung 2014


Dieser Standard für die Rasse Continental Bulldog ist Vorlage und Richtlinie für die Beurteilung der Hunde aus dem ursprünglichen Projekt. „Gesundheitliche Verbesserung der Rasse English Bulldog“.
Er dient als Zielsetzung für die weitere züchterische Arbeit und bildet nun die
Ausgangslage zur Anerkennung einer neuen Rasse „Continental Bulldog“ durch den Zentralvorstand der SKG und erfährt somit laufend Weiterentwicklung und Verbesserungen.
Dies bis zur Genehmigung durch die FCI.

URSPRUNGSLAND des Continental Bulldog: Schweiz

VERWENDUNG des Continental Bulldog: Begleithund, Familienhund

KLASSIFIKATION des Continental Bulldog – FCI:
Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
Sektion 2 Molossoide, doggenartige Hunde
Ohne Arbeitsprüfung

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD des Coninental Bulldog:
Ein kurzhaariger, athletisch gebauter, mittelgroßer, bulldogartiger Hund.
Trotz seines kräftigen Körperbaus ist der Continental Bulldog beweglich und ausdauernd, auch bei raschem Trab oder Galopp soll er geräuschlos atmen. Seine Widerristhöhe soll 40 – 46 cm und das Gewicht etwa 22 – 30 kg betragen. Die Mittelgröße ist anzustreben.

Rüden und Hündinnen der Rasse Continental Bulldog sollen deutliche Geschlechtsmerkmale haben.

WICHTIGE PROPORTIONEN des Continental Bulldog:
Widerristhöhe : Brusttiefe 2 : 1
Widerristhöhe : Körperlänge 1 : 1,2
Widerristhöhe : Länge von Widerrist bis Rutenansatz 1 : 1
Brusttiefe : Länge von Widerrist bis Rutenansatz 1 : 2

Diese Masse und Proportionen sind als Richtlinien zu verstehen, maßgebend ist immer der Gesamteindruck eines Hundes, der Bulldog-Typ muss gewahrt werden.

VERHALTEN UND CHARAKTER (WESEN):
Aufmerksam, selbstsicher, freundlich, weder aggressiv noch scheu.

KOPF:
Der Kopfumfang vor den Ohren gemessen sollte die Widerristhöhe nicht um mehr als 10% übertreffen. Von vorne gesehen erscheint der Kopf annähernd quadratisch mit einer leichten Ausbuchtung der Jochbogen.

OBERKOPF:
Die Stirnpartie ist flach bis leicht gewölbt. Stirnfalten wenig ausgeprägt. Vom Stop ausgehend verläuft eine breite, eher flache Stirnfurche bis zur Schädelmitte.
Stop: Deutlich ausgeprägt aber ohne tiefe Einbuchtung.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nase: Nasenschwamm breit mit deutlicher Furche in der Mitte. Nasenlöcher groß und gut geöffnet. Nase stets vollständig schwarz.

Fang:
Breit, von vorne gesehen annähernd quadratisch. Der Nasenrücken ist gerade, weder aufgebogen noch abfallend. Verhältnis zur gesamten Kopflänge 1:3 (Toleranz 1:4). Nicht zu dicke Hautfalten beidseits des Nasenrückens. Die vom inneren Augenwinkel zum Lefzenwinkel verlaufende Hautfalte darf nicht stark ausgeprägt sein. Unterkiefer inkl. Kinn breit und kantig. Bei geschlossenem Fang weder Zunge noch Zähne sichtbar. Deutliches Kinn, vorne nicht verdeckt durch die Oberlefzen.

Lefzen:
Lefzen sollen dick sein, am Rand gut und möglichst geschlossen pigmentiert. Sie sollen den Unterkiefer seitlich vollständig überlappen.

Kiefer/Zähne:
Vorbiss 1-5 mm, Toleranz bis zu 10 mm, Zahnleisten im Ober- und im Unterkiefer gerade und parallel. Zähne kräftig und gut im Kiefer verankert. 6 regelmäßig gestellte, gut entwickelte Schneidezähne zwischen den breit auseinander platzierten Eckzähnen.

Fehlen der PM1 erlaubt, M3 werden nicht beachtet.

Backen:
Bei leichter Wölbung, straff und gut gerundet

Augen:
Rund, nach vorn gerichtet, weit auseinander liegend. Weder eingesunken noch hervorstehend. In einer geraden Linie auf der Höhe des Stops im rechten Winkel zur Stirnfurche platziert. Beim geradeaus schauenden Hund soll kein Weiß (Sclera) sichtbar sein. Iris dunkelbraun.

Gut anliegende, möglichst voll pigmentierte Augenlider.

Ohren:
Hoch angesetzt, klein und dünn; der Ohrenansatz bildet mit der oberen Schädellinie eine Gerade.

Entweder Rosen- oder Knopfohr.
Rosenohr: d.h. auf der Rückseite nach innen gefaltet und zurückgelegt, der vordere Ohrenrand fällt nach außen und hinten, das Innere der Ohrmuschel ist teilweise sichtbar.
Knopfohr: bei Aufmerksamkeit nach vorn gekippt, so dass die Ohrenspitze ungefähr auf der Höhe des äußeren Augenwinkels liegt. In der Ruhe seitlich am Kopf anliegend.

Alle anderen Ohrenformen sind als Fehler zu betrachten.

HALS:
Kurz und kräftig, aber nicht so kurz, dass der Kopf anscheinend direkt auf den Schultern sitzt.
Gut gewölbte Nackenlinie. Wenig Hautfalten im Bereich der Kehle sind erlaubt.

KÖRPER:
Der Widerrist liegt etwas höher als die Lendenpartie. Verhältnis gesamte Rumpflänge zur Widerristhöhe 1,2:1.
Obere Linie: Rücken kurz und kräftig, möglichst gerade. Die Rückenlänge, vom Halsansatz bis zur Rutenwurzel, entspricht der Widerristhöhe.
Lendenpartie: Von oben gesehen nur unwesentlich schmaler als die Brustpartie. Kruppe leicht abfallend.
Brust: Brusttiefe bis zu den Ellbogen reichend, entspricht bei idealen Verhältnissen 1/2 der Widerristhöhe.
Brustkorb geräumig, Rippen gewölbt, Brustkorb nach hinten leicht ansteigend.
Untere Linie: Bauch mäßig aufgezogen.

RUTE:
Möglichst tief angesetzt, kräftig, am Ansatz dick und sich allmählich verjüngend. Rundum dicht behaart, aber ohne Fransen. Idealerweise maximal bis zu den Sprunggelenken reichend.
Gerade oder leicht gebogen. In der Ruhe hängend, in der Bewegung angehoben, aber nicht über den Rücken getragen. Kurze und / oder deformierte Ruten sind fehlerhaft.

GLIEDMASSEN:

VORHAND:
Läufe: stämmig und stark, von vorn gesehen gerade.
Schultern: Breit, schräg und gut bemuskelt. Das Schulterblatt soll fest dem Brustkorb anliegen.
Oberarm: Gut am Körper anliegend und gute Winkelung zum Schulterblatt
Ellenbogen: Fest am Körper anliegend.
Vordermittelfuß: Kurz und kräftig, von der Seite gesehen nur wenig schräg.
Vorderpfoten: Pfoten gewölbt, gut geschlossen mit kurzen Nägeln. Pfoten weder nach innen noch nach außen gedreht.

HINTERHAND:
Hinterläufe: starkknochig und gut bemuskelt
Knie: Gut gewinkelt, nicht nach außen gedreht, von hinten gesehen parallel.
Sprunggelenk: Gut gewinkelt, weder nach innen noch nach außen gedreht
Hinterpfoten: Kräftig, gut gewölbt, mit kurzen Nägeln.

ZEHENNÄGEL:
Sind dunkel erwünscht

GANGWERK:
Regelmäßige, flüssige Bewegungen, guter Vortritt der Vorderläufe, raumgreifender Schub der Hinterläufe. Unerwünscht sind Passgang und über den Boden schleifende Pfoten.

HAUT:
Elastisch ohne Faltenbildung am Körper und Läufen.

HAARKLEID:
Beschaffenheit des Haares: Deckhaar kurz, dicht, glatt, glänzend, nicht borstig. Unterwolle kurz, dicht und fein. Fehlende Unterwolle gestattet.
Farbe des Haares: Alle Farben, die mit schwarzer Nase begleitet sind. Einfarbig, gestromt oder mit weiß kombiniert, mit oder ohne schwarzer Maske. Ein bestimmtes Fleckenmuster wird nicht angestrebt. Die Farben braun oder blau sind nicht erwünscht.

GROESSE:
Widerristhöhe:
Continental Bulldog Rüden: 42-46 cm
Continental Bulldog Hündinnen: 40-44 cm
Toleranz bei beiden Geschlechtern nach oben und unten ± 2 cm

FEHLER des Continental Bulldog:
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung im genauen Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen muss.

Leichte Fehler des Continental Bulldog:
Zu wenig Bodenabstand
Kopfumfang übersteigt die Widerristhöhe um 10 – 20%
Schwach entwickelte Zähne
Vorbiss 10 – 25 mm
Blaue oder Birkaugen
Ungleich getragene Ohren
Kurze und / oder deformierte Rute
Wenig dichte Behaarung

Schwere Fehler des Continental Bulldog:
Aggressivität, Scheuheit
Atemgeräusche beim ruhigen Stehen
Kopfumfang in cm übertrifft die Widerristhöhe um mehr als 20 %
Entropium/Ektropium
über die Stirnhöcker lappende Hautfalten
zu große Nasenfalte
fehlende Schneidezähne
fehlende Eckzähne
Fehlen von P3/P4.
Fehlen von M1/M2
sichtbare Schneide- oder Fangzähne oder Zunge bei geschlossenem Fang
Stehohren
Vorbiss von mehr als 25 mm
keine Rute, Korkenzieherrute oder andere schwere Verkrüppelungen der Rute
Größe: Rüden: > 50 cm oder < 38 cm
Hündinnen: > 48 cm oder < 36 cm

N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich

vollständig im Hodensack befinden.
Hunde die deutliche physische Abnormitäten oder Verhaltensstörungen aufweisen, müssen disqualifiziert werden.

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