der Welpe im neuen Zuhause

Der Welpe im neuen Zuhause – Die ersten Wochen mit dem Welpen

der Welpe im neuen Zuhause Continental Bulldog DonJon Contis

hier für Welpenkäufer eine Liste von wissenswerten Tipps , um  die ersten Tage und Wochen mit dem Welpen zu erleichtern. Es handelt sich jedoch nur um Vorschläge. Jeder mag die Erziehung eines Welpen anders handhaben.
• 1. Was man beachten sollte, wenn man das kleine Wollknäuel vom Züchter abholt
• 2. Zuhause angekommen – was nun?
• 3. Die Fütterung des Welpen
• 4. Die erste Nacht
• 5. Stubenreinheit
• 6. Kinder und Welpen
• 7. Vertrauen des Welpen gewinnen und Bindung aufbauen
• 8. Das Alleinebleiben
• 9. Die Sache mit der Konsequenz
• 10. Rudelführer
• 11. Sachen anknabbern und wie es zu verhindern ist
• 12. Die Spaziergänge und deren Dauer
• 13. Grunderziehung und was der Welpe alles lernen sollte
• 14. Lob und Korrektur
• 15. Sozialisation des Welpen
• 16. Spielen mit dem Welpen

1. Was man beachten sollte, wenn man das kleine Wollknäuel vom Züchter abholt – der Welpe im neuen Zuhause

1. Man sollte die Fahrt so legen, dass man zeitig wieder zu Hause ist, damit der Welpe seine neue Umgebung noch etwas erkunden kann, bevor er ins Bett muss. Man sollte unbedingt kurze Pausen während der Fahrt einlegen, damit der Welpe sich erleichtern kann. Bei längeren Autofahrten sollte der Welpe vorher nichts gefressen haben. Wasser sollte stets im Auto vorhanden sein.
2. Man sollte unbedingt zu zweit fahren, damit eine Person sich um den Welpen kümmern kann. Dann sollte man dem Welpen keinen Schock verpassen beim Autofahren, also nicht in den Kofferraum sperren und alleine lassen sondern auf den Schoß nehmen. Bitte nie den Hund ins Auto oder herauszerren, sondern mit Leckerlies zeigen, dass Autofahren schön ist, ruhig etwas Rücksicht nehmen beim Fahren (nicht wie wild um die Kurven heizen). Viele Hunde haben später noch Angst vor dem Autofahren und müssen sich übergeben, nur weil sie während ihrer ersten Autofahrt schlechte Erfahrungen gemacht haben.
3. Vom Züchter sollte man unbedingt direkt nach Hause fahren, nicht alle Verwandten abklappern, um den süßen Welpen vorzustellen. Das ist purer Stress für den armen Hund, der ja gerade aus seinem Familienverband herausgerissen wurde. Außerdem soll der Hund ja Vertrauen zu Ihnen fassen, dafür ist eine ruhige Umgebung am besten.

2. Zuhause angekommen – was nun? – der Welpe im neuen Zuhause

1. Zu Hause angekommen sollte der Hund zuerst draußen sein Geschäft erledigen dürfen, bevor es ins Haus geht. Wenn ein Garten vorhanden ist, am besten gleich dort alles beschnüffeln lassen.
2. Man sollte sich dem Welpen gegenüber ruhig verhalten, den Kindern klar machen, daß der Hund Angst hat in seiner neuen Umgebung. Dann sollte schon alles bereitstehen (Decke, Korb, Wasser usw.), damit der Hund gleich alles beschnuppern kann. Aufpassen, dass nichts herunterfällt und den Hund gleich in der ersten Minute erschreckt, denn oft ist man in der Aufregung ungeschickt und stürmisch.
3. Der Hund sollte sich nun in Ruhe alles ansehen und beschnüffeln können. Man sollte sich klein machen, wenn man ihn ruft (hinhocken, nicht vorne überbeugen – das bedroht den Welpen). Man kann sich hinsetzen und den Hund kommen lassen – nicht zum herkommen zwingen oder etwa nachjagen, sodass er erschreckt den Schwanz einzieht. Ein Hund bekommt schneller Vertrauen, wenn er die Dinge (auch Menschen) von sich aus erkunden/erobern darf und nicht dazu gezwungen wird.
4. Wenn er sich schließlich hinlegt, sollten Sie ihn unbedingt schlafen lassen! Welpen verschlafen 2/3 des Tages.

3. Die Fütterung des Welpen – der Welpe im neuen Zuhause

Hat sich die erste Aufregung im neuen Heim für den Kleinen etwas gelegt, bekommt er sein Futter. Mit etwa acht Wochen erhalten Welpen noch drei bis vier Mahlzeiten pro Tag. Halbjährige Tiere bekommen ihr Futter zwei Mal täglich. Eine Futterumstellung darf nur langsam erfolgen. Am besten mischen Sie hierfür nach und nach das mitgegebene Futter des Züchters mit anderem Futter. Nach dem Füttern muss der Welpe unbedingt herausgetragen werden, um seine Geschäfte zu erledigen.

4. Die erste Nacht – der Welpe im neuen Zuhause

Man kann als Körbchen eine Obstkiste (aus Karton) mit einer kuschligen Decke darüber verwenden. Aber auch eine Box (Kennel oder Flugbox) ist eine schöne Höhle. In der Box oder der Kiste sollte sich als oberste Schicht ein Handtuch oder eine Decke, die nach der Mama und den Geschwistern des Kleinen riecht, befinden. Durch den bekannten Geruch wird ihm die Trennung von seiner Kinderstube nicht so schwer fallen. Dieses Schlafgemach kann neben dem Bett stehen oder aber, wenn man den Hund später nicht im Schlafzimmer haben möchte, neben der Wohnzimmercouch (auf der man dann die ersten Nächte zubringen sollte). So kann man immer eine Hand in Griffnähe des Welpen haben. So kann er einen riechen, das wirkt beruhigend. Wenn das kleine Kerlchen dann nachts jammert oder leise weint im Schlaf, sehnsuchtsvoll nach Mutter und Geschwistern seufzt, dann ist es Ihre warme, streichelnde Hand, die ihm Trost und Liebe schenkt. Das bindet aneinander mit der angestrebten engen Zuneigung und Treue. Außerdem merken Sie auch schnell, wenn der Welpe nachts heraus muss oder wenn es morgens im Karton lebendig wird.

5. Stubenreinheit – der Welpe im neuen Zuhause

1. Ein 8 Wochen alter Welpe kann schon 5 – 6 Stunden ohne Pipi zu machen aushalten. Wenn Sie beispielsweise um 24 Uhr noch einmal mit ihm raus gehen und der Welpe dann einschläft, meldet er sich meist nicht vor 4 Uhr. Das kriegt man aber ganz schnell raus, wie es beim eigenen Hund ist. Sonst sofort nach dem Aufwachen des Welpen heraus gehen. Bewegung fördert die Verdauung: also nach dem Herumtoben oder Spielen nicht das Rausgehen vergessen! Hier passieren die meisten Missgeschicke.
Ganz wichtig ist: den Welpen nicht zum Gassigehen zwingen! Zunächst sollten Sie zum Lösen immer an die selbe Stelle gehen (immer derselbe Geruch) und erst wenn der Hund gelernt hat, sich draußen sofort zu lösen, sollte man dieses Lösen zu Spaziergängen machen. Hierbei muss man auf die Reaktion des Hundes achten. Wenn er sich hinsetzt und nicht will, hat das einen Grund! Bitte niemals zerren, sondern locken und dem Hund Sicherheit geben, dass nichts Böses in seiner Nähe ist.
2. Ein Welpe weiß noch nicht, dass er in der Wohnung oder im Haus nicht sein “Geschäft” erledigen darf. Das kann er aber in ungefähr 2 bis 3 Wochen lernen.
Tragen Sie Ihren Welpen nach jeder Mahlzeit und nach jedem Aufwachen ins Freie, setzen Sie ihn ins Gras oder an den Straßenrand und reden Sie ihm gut zu, hier sein Geschäft zu erledigen.
Hat er das getan, loben Sie ihn überschwenglich. Ihr neuer Gefährte will Ihnen ja Freude bereiten, und so wird er sich immer bemühen, Sie nicht zu enttäuschen.
Eine weitere bewährte Methode ist auch das ständige Beobachten des neuen Familienmitgliedes. Durch auffälliges Herumschnuppern am Boden und durch merkwürdige Kreisbewegungen zeigt der Welpe an, daß er gleich muss.
Tragen sie ihn dann sofort ins Freie und loben Sie ihn nach vollbrachter Tat. Sollte es doch einmal ein Unglück geben, bestrafen oder beschimpfen Sie den kleinen Kerl nicht, er kann es noch nicht verstehen.
3. Putzen Sie die Bescherung weg, damit es infolge des anheimelnden Geruches nicht zu weiteren Entleerungen kommt.
Stoßen Sie seine empfindliche Nase niemals in seine Exkremente!!! Für seinen überaus hochentwickelten Geruchssinn bedeutet diese Methode eine Qual, er kann diese Strafe nicht verstehen, weil er ja sein “Geschäft” verrichten muss und nur noch nicht weiß, wo. Bei dieser “Methode” handelt es sich um eine antiquierte Form der Hundeerziehung und ich muss immer wieder entsetzt feststellen, wie viele Menschen heutztage immer noch ihren Hund mit der Nase in seine Pfütze stoßen.
Mit Geduld, Lob und Konsequenz klappt es hingegen in kürzester Zeit. Mit speziellen “Hundesets” – in manchen Städten gibt es hierfür spezielle Automaten – bestehend aus einer Tüt und einer Schaufel – kann ein “Malheur” umweltgerecht beseitigt werden. Lassen Sie Ihren Hund nie auf Kinderspielplätzen unbeobachtet, hier darf er auf keinen Fall sein Geschäft erledigen.

6. Kinder und Welpen – der Welpe im neuen Zuhause

1. Kinder sollten dem Welpen seine Ruhezeiten zugestehen. Kinder können da sehr besitzergreifend sein und dem Winzling nicht eine Minute Ruhe gönnen.
Für eine gesunde Entwicklung des Welpen in seinem neuen Rudel sind solche Ruhephasen wichtig. Sprechen Sie mit ihren Kindern darüber und sorgen Sie dafür, dass der Hund genügend Rückzugsorte hat und seinen Schlaf bekommt.
2. Der Schlaf- und Ruheplatz des Hundes sollte stets außerhalb des Spielbereiches sein, möglichst in einem anderen Raum – damit sich der Vierbeiner dem Lärm und möglicherweise allzu stürmischen Liebesbezeugungen eines Kindes entziehen kann.
3. Das Baby oder Kleinkind nie alleine mit dem Hund lassen, auch nicht beim Spielen.
4. Ganz wichtig ist: Jedes unerwünschte – vor allem drohende – Verhalten eines Welpen oder älteren Hundes dem Kind gegenüber ist sofort zu unterbinden. Beobachten Sie jedoch Ihre Kinder ganz genau: häufig ist es der Fall, dass der Welpe sich von den Kindern bedrängt fühlt und sich nur noch über Schnappen zu wehren weiß. In diesem Falle sollten Sie Ihren Kindern beibringen, den Hund nicht zu bedrängen oder in die Ecke zu treiben.
5. Wichtig ist es, dass der Hund in der “Rangordnung” immer unter dem Kind steht. So hat er das Sofa zu räumen, wenn das Kind darauf sitzen will. Beim Spiel sollte der Hund nie über dem Kind zu stehen kommen oder es als Beute schütteln dürfen.
6. Zerrspiele zwischen Hund und Kind verhindern! Das Kind verliert in der Regel immer, was die Rangordnung belasten kann.
7. Heranwachsende Kinder kann und sollte man ruhig zur Pflege und Versorgung des Hundes anleiten (anfangs unter Aufsicht).
8. Lassen Sie bitte Ihre Kinder niemals (!) alleine mit dem Hund spazieren gehen. Ihr Hund kann noch so gut erzogen sein: es können jedoch viele unerwartete Situationen auftreten, in denen das Leben des Kindes oder Hundes gefährdet wird. So wurde vor kurzem bei uns in der Nachbarschaft eine kleine Dackelhündin, die mit ihrem 10-jährigen Herrchen spazieren war, von einem Rottweiler angefallen und totgebissen. Der Junge steht immer noch unter Schock. Es hätte auch passieren können, dass der Junge dabei verletzt worden wäre.

7. Vertrauen des Welpen gewinnen und Bindung aufbauen – der Welpe im neuen Zuhause

1. Es ist enorm wichtig, dass Sie das Vertrauen des Welpen gewinnen. Das geht am besten über positive Erlebnisse: den Welpen viel streicheln, leise mit ihm sprechen, immer schön loben, wenn er etwas gut gemacht hat. Lieber zu viel loben, als zu wenig. Natürlich muss man auch konsequent sein in der Erziehung, aber das eine schließt das andere ja nicht aus. Wichtig beim Sprechen mit dem Welpen ist der Tonfall, den man trifft. Hunde reagieren auf die kleinste Nuance in der Stimme
2. Seien Sie viel mit Ihrem Welpen zusammen und binden Sie ihn in Ihren Alltag mit ein. Grenzen Sie ihn nicht aus oder isolieren ihn. Er soll sich zugehörig fühlen und darauf vertrauen können, dass er dazugehört. Lassen Sie den jungen Hund an Ihrem Alltag teilnehmen, egal ob Sie Freunde besuchen, einkaufen gehen oder im Kreise der Familie sich unterhalten. Körperkontakt kann Nützliches mit Angenehmen verbinden; Streicheleinheiten macht Körperpflege angenehm. Bewältigen Sie gemeinsam mit dem Welpen Alltagssituationen, fahren Sie mit ihm Auto, gehen Sie in die Stadt, in den Zoo etc. Alles was er mit Ihnen gemeinsam positiv erlebt, wird Ihre Bindung zu einander festigen.
3. Zeigen Sie immer Souveränität und Gelassenheit, insbesondere wenn der Welpe sich mal fürchtet und unsicher ist. Tröstende Worte sind an dieser Stelle nicht angebracht, da sie dem Welpen keine Sicherheit bieten. Zeigen Sie ihm lieber mit der richtigen Motivation, dass er die Aufgabe mit Ihnen gemeinsam sicher und erfolgreich bewältigen kann.
4. Sprechen Sie Ihren Hund mit ruhiger, freundlicher eher leiser Stimme an. Sprechen Sie viel mit Ihrem Welpen und zeigen Sie ihm durch freundliche, ruhige Ansprache, eine positive Körperhaltung und ebenso freundlicher Mimik, dass er bei Ihnen Schutz und Sicherheit findet.
5. Nehmen Sie ganz viel Körperkontakt mit dem Welpen auf, schmusen und streicheln Sie ihn und lassen Sie unbedingt auch nahen Körperkontakt zu. Kontaktliegen fördert die Bindung zwischen Ihnen und dem Hund.
6. Spielen Sie täglich mit Ihrem Hund (in seiner Höhe) und fordern Sie ihn im Spiel altersgerecht heraus. Spielen Sie bewusst mit Ihrem Welpen und achten Sie bitte darauf, dass er auch seinen kleinen Kopf mal anstrengen muss. Loben Sie ihn überschwänglich wenn er eine kleine Sitzübung gemacht hat oder sich durch einen Tunnel getraut hat. Bauen Sie durch kleine Erfolge sein Selbstbewusstsein auf, aber überfordern Sie ihn aber bitte nicht dabei. Achten Sie beim direkten Spiel mit Ihrem Welpen darauf, dass Sie körpernahe Spiele machen, z.B. das der Welpe durch Ihre Beine kriecht oder auf Ihrem Bauch mit dem Ball spielt. Es ist wichtig für ihn die Erfahrung zu machen, dass Ihre Nähe immer positiv für ihn ist.
7. Zeigen Sie ihm ihre ganze Bewunderung, wenn er die gestellte Aufgabe gemeistert hat. Sie werden merken, wie freudig er reagiert, wenn sie ihn loben. Hunde möchten es einem recht machen und tun alles dafür, Ihr Anerkennung und Ihr Lob zu erheischen.
8. Messen Sie Ihren Welpen nicht an anderen, sondern nur an seiner eigenen Entwicklung und Persönlichkeit.
9. Genießen Sie den gemeinsamen Spaziergang. Seien Sie ausgelassen wie ein Kind. Sorgen Sie für kleine Überraschungen, z.B. ein plötzlicher Spurt, ein Versteckspiel oder über einen Baumstamm klettern. Diese unerwarteten Ereignisse machen Sie für Ihren Welpen interessant und bringen ihn dazu, Sie immer im Auge zu behalten. Kein Welpe möchte etwas Interessantes verpassen. Zeigen Sie dem Welpen damit von Anfang an, dass bei Ihnen immer was Tolles passiert. Dabei können Sie z.B. Suchspiele machen, Wasser gemeinsam erkunden und vieles mehr.
10. Halten Sie Ihre Stimmungen stets unter Kontrolle. Ungerechtes oder übertriebenes Verhalten zerstört Vertrauen und verunsichert den Hund. Drücken Sie mit Gelassenheit und ruhigen Handlungen ihre Überlegenheit aus. Eigentlich sollten Sie immer den Hund überraschen und nicht umgekehrt. Geben Sie nur ein Kommando, wenn Sie ziemlich sicher sind, dass es eingehalten werden kann. Bleiben Sie konsequent in ihren Geboten und Verboten!
11. Die Bindung zwischen Ihnen und dem Hund besteht nicht von Anfang an, sondern muss liebevoll und konsequent auf gebaut werden. Der Welpe, der bisher bei seiner Mutter gelebt hat, muss bei Ihnen Schutz, Liebe, Kontakt, Regeln und die Befriedigung seiner Grundbedürfnisse wie Fressen, Spielen, Schlafen, Streicheleinheiten etc. vorfinden.
Der Welpe muss noch viel lernen, er macht jeden Tag viele neue Erfahrungen. Dabei kommt er durchaus auch in Situationen die ihn ängstigen und verunsichern und spätestens an diesem Punkt ist es sehr wichtig, dass der Welpe Ihnen vertrauen kann. Gemeinsam erobern Sie mit dem Welpen schwierige oder beängstigend erscheinende Gegenstände und Situationen und das Vertrauen, welches dadurch entsteht, festigt die Bindung zwischen Ihnen und Ihrem Hund jeden Tag ein wenig mehr.
Eine gute Bindung ist weiterhin der Grundstein für Ihre Erziehung, denn nur wenn der Hund eine gute Bindung zu Ihnen hat und sich von Ihnen motiviert fühlt, wird er bereit sein, sich auf Ihre Erziehungswünsche ein zu lassen.
12. Stellen Sie von Anfang an Regeln auf, die Sie sich vorher überlegen. Darf der Hund auf die Couch, darf er in jedes Zimmer, wo soll er später schlafen etc. Auch Regeln, die man respektieren muss, sind ein wichtiger Bestandteil zum Aufbau einer guten Beziehung.Seien Sie bitte immer Konsequent, klar und gerecht. Einmal aufgestellte Verbote oder erlernte Übungen sollten beibehalten werden und nicht ständig verändert oder verworfen werden. Das Gefühl Zuverlässigkeit ist für die Bindung zwischen Mensch und Hund sehr wichtig.

8. Das Alleinebleiben – der Welpe im neuen Zuhause

Das Alleinebleiben fängt man am besten an zu üben, wenn der Welpe sich bereits an seine neue Umgebung gewöhnt hat, d.h. nach etwa 2 – 3 Wochen. Man sollte viel Geduld und Verständnis für den Welpen mitbringen und für die ersten Tage zu Hause viel Zeit einplanen. Optimal ist es, wenn man sich für den Neuankömmling einige Tage oder Wochen Urlaub nehmen kann. So niedlich und schmeichelhaft die Anhänglichkeit Ihres Welpen auch ist, Sie müssen ihm möglichst früh beibringen, allein im Haus zu bleiben. Beginnen Sie mit der Übung nach einem ausgiebigen Spaziergang oder einem leckeren Fresschen, denn dann ist der Welpe erschöpft und zieht sich in sein Körbchen zurück. Spielzeug und Kauknochen lenken ihn nach dem Aufwachen ab. Machen Sie auch einmal kurz die Tür zwischen sich und dem Hund zu. Nur ganz kurz und sofort loben, wenn er brav war. Die Dauer zwischen dem Tür schließen und wieder öffnen können Sie langsam ausdehnen. Öffnen Sie die Tür nur, wenn der Welpen ruhig ist.
Gehen Sie nach einer Eingewöhnungsphase von ein paar Tagen einfach kurz zum Briefkasten oder zur Mülltonne und verabschieden Sie sich nicht. Hören Sie den Vierbeiner drinnen herzzerreißend wimmern, weisen Sie ihn von draußen durch ein “Nein!” zurecht. Für Ihre Wiederkehr wählen Sie einen Moment, in dem drinnen alles ruhig ist. Hat der Welpe brav auf Sie gewartet, loben Sie ihn ausgiebig. Dehnen Sie die Pausen zwischen Weggehen und Wiederkommen langsam aus. Kehren Sie zurück, wenn der Welpe jammert, bringen Sie ihm so bei, dass er nur lange genug Theater machen muss, damit Sie zurückkommen. Steigern Sie die Zeit wöchentlich um einige Minuten. Länger als zwei Stunden sollte aber ein Welpe unter 6 Monaten nicht allein sein! Danach können Sie die Zeit bis auf 4 Stunden ausdehnen, doch selbst für einen erwachsenen Hund sollten 7 Stunden Alleinesein die Ausnahme bleiben.

9. Die Sache mit der Konsequenz – der Welpe im neuen Zuhause

1. Man sollte all das, was der Welpe nicht darf, von Anfang an konsequent unterbinden. Also keine Rücksichtnahme, weil er ja noch so klein und unschuldig ist. Schuhe anknabbern ist und bleibt pfui! Genauso sollten Sie nicht Sachen verbieten, die Sie am nächsten Tag erlauben. Das verwirrt den Hund. Wenn die ganze Familie am selben Strang zieht und sich an die für den Hund aufgestellten Regeln hält, lernt der Hund sehr schnell, was er darf und was nicht.
2. Unter Hunden herrscht keine Demokratie. Daran sollten Sie sich für die Hundeerziehung ein Beispiel nehmen. Seien Sie vor allem konsequent, bleiben Sie bei dem, was Sie sich vorgenommen haben. Sie sind der Chef, und Sie brauchen dafür keine Gewalt einzusetzen. Wenn Sie entsprechend sicher auftreten, wird Ihr Hund sehr schnell verstehen, dass Sie ein ernst zu nehmender und auch vertrauenswürdiger “Chef” sind.
Ein kleines Beispiel: Wenn Sie beschlossen haben, dass Ihr Hund nicht auf das Sofa darf und Sie werden nur einmal schwach, dann werden Sie diese Frage immer wieder mit Ihrem Hund “diskutieren” müssen. Denn er kann nicht verstehen, aus welchem Grund Sie den bequemen Platz einmal mit ihm teilen wollen und dann wieder nicht. Außer Sie üben von Anfang an, dass er nur auf Ihr Kommando aufs Sofa darf. Also nur dann, wenn Sie es wollen! Das lästige Betteln bei Tisch müssen Sie am besten konsequent begegnen, indem Sie den Hund auf seiner Decke/Kissen abliegen lassen, während Sie essen und ihm niemals (!) etwas vom Tisch geben.
Unterschätzen Sie solche kleinen, gut gemeinten Nachgiebigkeiten nicht. Sie können darüber entscheiden, ob Sie und auch Ihre Umwelt Ihren Hund später als angenehm oder eben als ausgesprochen lästig und schlecht kontrollierbar empfinden. Die Weichen werden in den ersten Wochen und Monaten gestellt.

10. Rudelführer – der Welpe im neuen Zuhause

ACHTUNG: Bei folgenden Punkten möchte ich bemerken, dass ich mich nicht streng an die genannten Regeln bzw. Vorschläge halte (wie z.B. zuerst durch die Tür zu gehen), da ich mit meinen Hunden nie Probleme im Umgang hatte. Jeder muss für sich selber entscheiden, was sein Hund darf oder nicht darf bzw. wie das Verhältnis zum eigenen Hund ist. Diese Regeln liest man immer wieder in Büchern, jedoch bin ich der Meinung, dass man sie nicht auf jeden Hund übertragen muss oder sollte. Ich kenne diverse Hunde, die auf dem Sofa liegen dürfen und trotzdem keine “dominanten” Hunde sind. Bei anderen Hunden war es jedoch notwendig, sich an die folgenden Regeln zu halten.

1. Wichtig bei der Hundeerziehung ist die Rangordnung zwischen Hund und Halter. Auch wenn es bereits Gegenstimmen gibt, die behaupten, dass Hunde uns Menschen nicht als Artgenossen ansehen und folglich keine Rangordnung zwischen Hund und Mensch existieren kann. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass Hund mit uns in der gleichen Sprache mit den Menschen kommunizieren, wie sie es mit anderen Hunden tun.
Sie sind das”Alphatier” (der Rudelführer), und Ihr Welpe nimmt den letzten Platz in Ihrem Mensch-Hund-Rudel ein. Das ist für Ihren Hund auch völlig in Ordnung, wenn Sie diesen Platz auch wirklich einnehmen. Das Wort “Dominanz” war und ist eines der am meisten gebrauchten Wörter in der Hundeszene. Es wird oft fehlinterpretiert und gleichgesetzt mit Härte, Gewalt und Aggression. Das ist aber nicht so. In einem gut organisierten Rudel geht alles gewaltfrei ab, da jedes Rudelmitglied seinen festen Platz zugewiesen hat und sich an die Regeln hält. Wichtig sind klare Strukturen und Konsequenz. Die meisten Hunde streben gar nicht danach, unbedingt die Führung des Rudels zu übernehmen, sondern versuchen lediglich, möglichst viel Komfort für sich selbst herausschlagen. Sofort heißt es aber, der Hund sei dominant, was in den seltensten Fällen zutrifft.
Zeigen Sie Ihrem Hund Grenzen auf und halten sich konsequent daran! Wenn sie einmal nachgeben, wird Ihr Hund das sofort durchschauen und zu seinem Vorteil zu nutzen wissen. Wenn Ihr Hund das eine Mal etwas darf, was Sie ihm das nächste Mal verwehren, verwirren Sie ihn. Ein Hund fühlt sich nur wirklich wohl und sicher, wenn Sie Ihre aufgestellten Regeln selbst immer (!) einhalten. Ist dies nicht der Fall, erscheinen Sie ihm unfähig oder schwach und er wird eventuell versuchen, selbst die Führung zu übernehmen. Auch in der pubertären Phase kann es vorkommen, dass Ihr Hund versucht, in der Rangordnug etwas höher zu steigen und Ihre Position als Rudelführer in Frage zu stellen. Ist dies der Fall, dann ist es besonders wichtig, Ihren Hund konsequent immer wieder in seine Schranken zu verweisen.
2. Ihr Welpe braucht einen zuverlässigen “Anführer”, der ihm Sicherheit gibt und ihm hilft, sich im Leben zurecht zu finden. Sie geben ihm Futter, bestimmen wann er spazieren gehen darf oder wann er zu anderen Hunden Kontakt haben darf. Sie öffnen die Tür und den Kühlschrank, mit Hilfe des Lichtschalters sind Sie sogar Herr über Tag und Nacht. Wenn Sie sich jetzt noch wie ein Leittier benehmen, werden Sie und Ihr Hund vermutlich nie ein Problem bekommen. Der Rudelführer tut, was sein Name schon sagt: Er führt das Rudel.
3. Gehen Sie so oft wie möglich an Orten spazieren, wo keine Straße in der Nähe ist. Lassen Sie den Welpen dort ohne Leine laufen. Trödelt er, gehen Sie schneller oder verstecken Sie sich, damit er lernt aufzupassen, wohin Sie gehen. Wenn er sich zu weit von Ihnen entfernt, warten Sie nicht auf ihn oder laufen ihm nach, sondern drehen um und laufen in die andere Richtung. Er wird Ihnen folgen. Dann loben Sie ihn immer, auch wenn es einmal etwas länger dauert.
4. Achten Sie darauf, dass Sie nur gewünschtes Verhalten Ihres Welpen belohnen. Unerwünschtes ignorieren Sie am besten. Spielen Sie so oft wie möglich mit dem Welpen, beginnen immer Sie das Spiel und beenden es auch. Halten Sie die Spielsachen, die Sie zum Spielen benutzen unter Verschluss. Holen Sie sie nur heraus, wenn SIE spielen wollen und legen sie nach dem Spiel wieder weg. Brechen Sie das Spiel immer ab, bevor der Welpe die Lust verliert. Bleiben Sie in kritischen Situationen ruhig. Gehen Sie mit gutem Beispiel voran.
5. Ein Rudelführer sollte niemals die Nerven verlieren und hektisch oder hysterisch reagieren. Er verhält sich stets souverän. Wenn der Welpe Sie anknurrt oder nach Ihnen schnappt, bleiben Sie ruhig. Hunde tun das nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
6. Füttern Sie Ihren Welpen nicht vom Tisch, sonst gewöhnen Sie ihm ruckzuck das Betteln an.
7. Gehen Sie vor Ihrem Hund durch die Tür und begrüßen Sie Gäste und Familienmitglieder, bevor es der Hund tut. Ranghöhere haben das Privileg des Vortritts und sie entscheiden, wer willkommen ist und wer nicht.
8. Erhöhte und zentrale Liegeflächen sind ein Privileg der Ranghöheren. Sie müssen selber entscheiden, welche Liegeplätze Sie Ihrem Hund zugestehen. Es gibt diverse Hunde, die das Sofa oder Bett gegenüber Ihrem Besitzer verteidigen, andere wiederum liegen immer dort und es gab noch nie Probleme.
9. Üben Sie von Anfang an, dass Sie den Welpen überall anfassen können. Kämmen Sie ihn in der ersten Zeit häufig und untersuchen Sie ihn am ganzen Körper, auch seine Zähne. Ranghöhere dürfen sich anderen jederzeit körperlich aufdrängen. Machen Sie das ganze liebevoll und spielerisch aber mit ruhiger Konsequenz. Der Welpe soll die Körperpflege genießen.

11. Sachen anknabbern und wie es zu verhindern ist – der Welpe im neuen Zuhause

1. Welpen kauen auf allem herum, was sich ins Maul nehmen oder anknabbern lässt. Dies hat noch nichts mit dem Zerreißen von Beute zu tun, sondern hängt damit zusammen, dass Welpen wie kleine Kinder ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken und kennen lernen möchten. Während des Zahnwechsels hängt ein verstärkter Beiß- und Kautrieb mit dem guten Gefühl zusammen, dass das Kauen auf dem Zahnfleisch während des Durchbruchs der neuen Zähne bewirkt. Das Kauen hilft in dieser Phase auch, die Milchzähne rechtzeitig loszuwerden, bevor sie den bleibenden Zähnen im Wege stehen.
2. In dieser Zeit beginnt der Hund aber bereits, an der Zerstörung erbeuteter Gegenstände besonderen Spaß zu haben. Man sollte seinem Hund geeignete Gegenstände zum Kauen ruhig überlassen. Es gibt genügend Spielzeuge, Kausachen, Knochen etc., was sie viel besser zum Zerkauen eignet als die Wohnzimmermöbel. Der Welpe hat sich seine Beute erkämpft und darf sie nun zerlegen. Das ist eine Selbstverständlichkeit für heranwachsende Wölfe bei jeder Mahlzeit und bedeutet auch für unsere Hunde ein Erfolgserlebnis. Hervorragend eignen sich alte Kartons oder Papier, oft werden diese in kleine Schnipsel zerfetzt, so perfekt, wie es nicht einmal der Reißwolf im Büro schafft.
3. Wenn der Welpe sich doch einmal an den Möbeln, Tapeten oder anderen Dingen vergreifen sollte, müssen Sie das sofort konsequent unterbinden und ihm Alternativen anbieten (s.o.).
4. Schuhe, lose herumliegende kleine Gegenstände, aber auch Pflanzen und Kleidungsstücke sind sehr beliebte Knabberobjekte, die den Welpenzähnchen nur selten entgehen. Aber für den Hund können diese Gegenstände eine Bedrohung darstellen, wenn er sich daran verletzen oder sie verschlucken kann. Daran sollten Sie immer denken, wenn sie Gegenstäde des täglichen Gebrauchs, wie zum Beispiel Scheren, Messer oder Nähzeug achtlos herumliegen lassen. Wasch- und Putzmittel sollten an für die neugierige Hundenase unerreichbaren Orten aufbewahrt werden, Zimmerpflanzen dürfen keinesfalls giftig sein.
Möbelstücke sollten standfest und kippsicher sein, und lose daraufstehende Ziergegenstäde könnten zu einem gefährlichen Geschoss werden, sollte beim übermütigen Spielen das eine oder andere Möbelstück zu wackeln beginnen.

12. Die Spaziergänge und deren Dauer – der Welpe im neuen Zuhause

1. Lassen Sie ihren Hund nicht auf die Hundewiese zu anderen Hunden, bevor nicht alle Impfungen vollständig sind.
2. Reißen und Zerren Sie nie an der Leine, auch wenn Ihr Hund zieht! Solange der Hund noch nicht leinenführig ist, sollten Sie ein Geschirr und kein Halsband verwenden. Ein Halsband kann bei einem Welpen, der noch an der Leine zieht, den Kehlkopf drücken und die Halsmuskulatur sowie die Wirbelsäule schädigen! Die Leine immer locker lassen, damit ihm die Leine nicht als Folterinstrument bekannt wird. Eine angespannte Leine spannt den Hund an, eine lockere macht den Hund locker. Die Leine ist nämlich die Verlängerung von Ihnen. Wenn der Hund vom Züchter noch keine Leine und kein Halsband gewöhnt ist, ist das nicht weiter schlimm. Er wird schnell lernen, dass Leine und Halsband etwas Positives sind, denn immer dann gehts raus zu einem Spaziergang.
3. In der ersten Zeit reichen mehrere kurze Spaziergänge pro Tag, um den kleinen Vierbeiner mit seiner neuen Umgebung vertraut zu machen. Die kleinen Ausflüge sind eine gute Gelegenheit, um die ersten zaghaften Erziehungsversuche zu starten. Der Welpe soll lernen, auf die Stimme seiner Bezugsperson zu hören und nicht einfach davonlaufen, wenn ihm gerade der Sinn danach steht. Welpen haben einen angeborenen Folgetrieb, deshalb ist es einfach, einem Welpen das Mitlaufen beizubringen.
Die Dauer der Spaziergänge sollte zu anfangs höchstens 10 Minuten betragen, dafür aber mehrmals täglich (alle 3 – 4 Stunden, je nach Alter des Welpen). Zu lange Spaziergänge könnten sich negativ auf die körperliche Entwicklung des Welpen (Skelett) auswirken. Eine Faustregel besagt, man sollte pro Lebensmonat 5 Minuten mit dem Welpen spazierengehen. Das sind bei einem 2 Monate alten Welpen 10 Minuten.
Nach einer Eingewöhnungsphase sollten Sie den Welpen so oft wie möglich und an geeigneten Plätzen frei laufen lassen. Möchten Sie, dass der Welpe zu Ihnen kommt rufen sie ihn deutlich beim Namen. Kommt er freudig, wird er erst einmal gelobt. Kommt er nicht, entfernen sie sich in entgegengesetzter Richtung. Er wird nicht gerne ohne Ihren Schutz bleiben und Ihnen folgen. Später können Sie sich auch ruhig einmal verstecken. So erreichen Sie, dass der Hund auch später ständigen Kontakt zu Ihnen hält. Trotzdem müssen Sie bedenken, dass ein Welpe im Spiel oder wenn er stark abgelenkt ist, nicht hören kann. Holen Sie ihn dann lieber ab. Laufen Sie ihm nur nach, wenn er akut in Gefahr ist. Ansonsten nie nachlaufen, er würde es als Laufspiel fehlinterpretieren und loslaufen. Warten Sie nicht auf ihn, so lange er Sie sieht und hört fühlt er sich sicher.

13. Grunderziehung und was der Welpe alles lernen sollte

1. Der Welpe sollte jeden Tag etwas Neues lernen – nicht alles in der ersten Woche auf den Welpen einbrechen lassen – immer auf sein Verhalten eingehen und ihn nie zu etwas zwingen.
2. Um ihm beizubringen, dass er nicht einfach über die Straße rennen darf, bleiben Sie an der Bordsteinkante stehen und lassen den Welpen sitzen. Wenn die Straße frei ist, lassen sie den Hund auf Kommando aufstehen und überqueren dann langsam die Straße. Bringen Sie Ihrem Hund das von Anfang an bei und seien Sie unbedingt konsequent! Sie spielen mit dem Leben des Hundes! Welpen und auch erwachsene Hunde mögen es nicht, wenn der Verkehr sich hinter ihrem Rücken abspielt. Gehen Sie daher am Straßenrand immer dem Verkehr entgegen.
3. Eine gute Erziehung Ihres Hundes spielt für ein glückliches Zusammenleben eine entscheidende Rolle. Schon im Welpenalter werden die Grundlagen für die Entwicklung Ihres Hundes zu einem kontaktfreudigen Begleiter gelegt. Die Erziehung und das Lernen sollte sowohl Ihnen als auch Ihrem Hund Spaß machen. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze. Eine Erziehung, die auf positiver Bestätigung basiert, ist die beste Methode. Belohnen Sie Ihren Hund also, wenn er etwas richtig gemacht hat. Um einen Hund effektiv erziehen zu können, muss man zunächst einmal wissen, wie er lernt. Für Ihren Vierbeiner bedeutet Lernen, etwas Neues auszuprobieren und die Konsequenzen zu erfahren. Folgt auf sein Verhalten eine angenehme Konsequenz, wird der Hund dieses Verhalten wiederholen. Ein Beispiel für diesen Lerneffekt ist der Hund, der am Tisch bettelt und belohnt wird, weil er Futter bekommt. Hat sein Betteln dagegen keine positive Konsequenz, bekommt er also kein Futter, wird er irgendwann mit diesem Verhalten aufhören. Eine gute Erziehung basiert auf diesem Prinzip. Sie sollte dem Hund vermitteln, was von ihm erwartet wird, aus welchem Grund er etwas tun sollte, und wann ein bestimmtes Verhalten belohnt wird.
4. „Sitz“ und „Platz“ sind für ihren Welpen ganz einfach mit einer kleinen „Bestechung“ zu erlernen. Halten Sie ihm ein Leckerli direkt vor seine Nase und zwar mit leicht nach oben zeigender Hand und sagen sie kurz und knapp „Sitz“. Kleine Welpen setzen sich sowieso meistens erst einmal hin, um in Ruhe über die Situation nachzudenken. Hat er sich gesetzt, bekommt er sofort seine Belohnung.
Bei dem Kommando „Platz“ winkeln Sie am besten ein Bein an. Nun wird ein Leckerli unter dem angewinkelten Bein durchgeführt. Der Hund muss sich also hinlegen, um an die Belohnung heranzukommen. Wenn er liegt, sagen Sie “Platz!” und geben ihm das Leckerli. Beachten Sie, dass das Bein so tief sein muss, dass der Hund gezwungen ist, sich hinzulegen.
Das Kommando „Komm“ sollte man öfter beim Spaziergang üben, vor allem, wenn gerade keine Person oder kein Hund in Sichtweite ist, zu dem Ihr überaus neugieriger Hund unbedingt laufen möchte.
5. Geben Sie kurze und einfache, verständliche Kommandos! Sprechen Sie leise. Hunde haben sehr gute Ohren!
Folgt Ihr Hund dem Kommando, dann wird er sofort und überschwenglich gelobt! Übung macht den Meister! Üben Sie die einfachsten Kommandos immer wieder und nicht erst in brenzligen Situationen.
Beispiel: Ihr Hund spielt mit anderen Hunden und Sie möchten, dass er zu Ihnen kommt. Wenn Sie ihn jetzt rufen, und er kommt auch zu Ihnen – Sie haben dieses Kommando schließlich oft genug geübt – dann loben Sie ihn und lassen ihn wieder zu den anderen Hunden laufen und noch ein wenig weiterspielen. Gehen Sie direkt mit Ihrem Hund weiter und beenden dadurch sein Spiel, wird er beim nächsten Mal nicht wieder zu Ihnen kommen!

14. Lob und Korrektur – der Welpe im neuen Zuhause

1. Im Grunde folgt die gesamte Hundeerziehung einem einfachen Prinzip: Das, was Ihr Hund tun soll, machen Sie ihm durch Lob so angenehm wie möglich. Das, was er nicht tun soll, machen Sie ihm durch Korrektur unangenehm.
2. Lob sollte also sofort und überschwenglich dann erfolgen, wenn der Hund etwas so gemacht hat, wie Sie es von ihm erwarten. Auch wenn Sie sich vielleicht albern vorkommen: Loben Sie Ihren Hund buchstäblich in den höchsten Tönen. Die Stimmlage vermittelt ihm sehr deutlich den Grad Ihrer Zufriedenheit. Das Lob darf dann durchaus auch von Leckerchen begleitet sein.
3. Eine Korrektur auf der anderen Seite muss ebenfalls unmittelbar beim Fehlverhalten geschehen. Sie sollte nicht in Form von Schlägen oder anderen körperlichen Strafen erfolgen, sondern höchstens in Form von Körperhilfen. Auch hier reagiert Ihr Hund durchaus auf Ihre “ernste” Stimme, tadeln Sie ihn also nicht im Alltagston. Viele Sachen, die Ihr Welpe anstellt, sollten sie schlichtweg einfach ignorieren. Wenn er Sie anspringt, ist es sinnvoller, sich wegzudrehen und ihn zu ignorieren, als ihn zu strafen. Hier muss man differenzieren. Beim Tapete-Anknabbern würde ich es natürlich nicht ignorieren, sondern im scharfen Ton “nein!” sagen und ihm eine Knabber-Alternative bieten.
4. Hunde sind nicht in der Lage, Geschehnisse miteinander zu verknüpfen, die mehr als etwa 5 Sekunden auseinander liegen, es geht in der Hundeerziehung bei Lob und Korrektur wirklich um unmittelbare Reaktionen. Wenn Ihr Hund etwas toll gemacht hat, loben Sie ihn sofort. Hat er eine Pfütze gemacht und Sie haben ihn nicht auf frischer Tat dabei ertappt, bringt eine Strafe überhaupt nichts! Der Hund bringt die Strafe nicht mit seinem Fehlverhalten in Verbindung, sondern mit Ihnen und Ihrem Auftauchen. Dadurch wird sein Vertrauen zu Ihnen zerstört, da er nicht weiß, wofür er hier bestraft wird.

15. Sozialisation des Welpen – der Welpe im neuen Zuhause

1. Als Sozialisation des Hundes bezeichnet man in Zusammenhang der Hundeerziehung das gezielte Gewöhnen des Hundes an alle möglichen Situationen und Umstände. Ein gut sozialisierter Hund ist ein angenehmer Begleiter, er rauft nicht, verfolgt keine Jogger, fährt problemlos Auto, Bus oder Bahn, steigt Treppen, hetzt keine Wildtiere usw.
Alles, was Ihrem Hund im Laufe seines Lebens begegnen könnte, sollten Sie ihm möglichst gezielt und kontrolliert bereits als Welpe im Rahmen der grundlegenden Hundeerziehung vorstellen und ihm die Gelegenheit der Gewöhnung und der Sozialisation geben.
Dazu gehören unter anderem:
* Kinder und fremde Menschen
* andere Hunde
* andere Tiere
* Jogger und Radfahrer
* Menschenmengen
* verschiedene Böden, Treppen, Aufzüge und Brücken
* Restaurant
* Straßenverkehr
* Autofahren
* Bus- bzw. Zugfahren
* Wasser
2. Begegnungen mit anderen Hunden:
Anderen Hunden wird Ihr Welpe zwangsläufig begegnen. Normalerweise wird er auf den fremden Hund zugehen, sich wahrscheinlich auf den Rücken legen und sich beschnuppern lassen. Auch wenn es vielleicht einen atemberaubenden Größenunterschied zwischen Ihrem Hündchen und dem fremden Hund gibt und Sie der Anblick beunruhigt: Lassen Sie sich nicht irritieren und geraten Sie nicht in Panik: das ist ein normales Verhalten.
Natürlich sollten Sie den Welpen nicht mit straßenbekannten Beißern zusammenlassen, aber viele Begegnungen mit gut sozialisierten, freundlichen Hunden haben einen hohen erzieherischen Wert für ihn. Sollte Ihr Welpe sich Frechheiten herausnehmen, kann auch mal ein Knurren ertönen, evtl. sogar ein energischer Nasenstüber, möglicherweise mit vorsichtigem Zahneinsatz: Auch das ist normal und für Ihren Welpen eine erzieherische Maßnahme, die er versteht und akzeptiert, da er sie bereits von seiner Mama und anderen Hunden seines Rudels kennt. Die Devise ist also: Ruhe bewahren, nicht hektisch werden, heraushalten, beobachten.
Derartige soziale Kontakte helfen Ihrem Hund, auch später einen problemlosen Umgang mit anderen Hunden zu haben. Wenn Welpen in den ersten Monaten nach der Trennung von ihrer Hundefamilie keine sozialen Kontakte zu anderen Hunden haben, kann ihr Verhalten später äußerst problematisch werden.
Wenn Sie Ihren Welpen, was man bei kleinen Hunden leider häufig sieht, immer gleich auf den Arm nehmen aus Angst vor größeren Hunden, dann fühlt er sich dort viel stärker als ihm guttut, er kann dabei zum Beißer oder aggressiven Kläffer werden, und irgendwann sind Sie nicht da, um ihn auf den Arm zunehmen, und dann geht es ihm womöglich wirklich “ans Fell”. Aber: ich bin schon der Meinung, dass man einen kleinen und körperlich unterlegenen Hund vor einem Hund, der ohne Rücksicht und Verluste auf ihn zustürmt, schützen sollte, bevor er verletzt wird.

Ich hoffe ich konnte ihnen mit dem Thema “ der Welpe im neuen Zuhause “ geholfen zu haben.

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